WIR MAMAS

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19 Jun 2017

Wie wichtig die stabile Symbiose Mama-Kind ist, wusste ich eigentlich schon immer. Und doch musste sich mein Blick erst trüben, musste dieser erst ins Wanken geraten, damit ich es auch wirklich spürte und die volle Intensität darin verstand.

Denn wie hier schon in Worte gefasst, nahm ich während eigentlich kurzer Zeit nicht am eigentlichen Leben teil. Aufgrund eines kleinen Routineeingriffs an meinen Augen war ich in meiner eigenen kleinen Welt gefangen. In einer Welt in der es kein bis wenig Tageslicht gab. In einer Welt aus meine Gedanken, Stimmen und blossen Geräuschen aus dem bunten Leben da draussen.

Mama war zwar da aber nicht richtig. Mama hatte Schmerzen. Mama brauchte Hilfe. Mama war zeitweise schwach. Es konnte sogar sein, dass man Tränen an ihrer Wange hinabkullern sah, wenn diese...

31 May 2017

Und da sass ich an diesem Tisch, erschrocken über den Ton und die Intensität meiner Worte. Worte an mein Kind.

Erschrocken darüber, dass ich mich nicht gespürt hab. Unkontrolliert, unerwartet und überrollt haben sie mich, diese Worte.

Erschrocken darüber, dass das Fenster weit offen stand.

Und erschrocken darüber, dass mein Kind den Mittagstisch einfach verliess, still in sein Zimmer ging und die Türe hinter sich schliess. Zu war sie, wie sonst selten.

Erschrocken und enttäuscht, vor allem aber das. Von mir, von mir als Mama.

Denn es gibt sie, diese einen kurzen und ach so fiesen Momente, die all die Ruhe und Harmonie die sonst den Alltag einnehmen, verdrängen und sie in einen grauen Nebel hüllen. Auch wenn diese Momente, in denen wir mit unseren Kindern voller Liebe leben, ihnen eine Kindheit...

29 May 2017

"Und, war euer Kind auch schon mal alleine Zuhause" -Nein. "Möchtet ihr das langsam nicht mal versuchen, wäre doch an der Zeit?"

Worte, die mich in den letzten Tagen sehr beschäftigten. Worte von jemandem, der eigentlich weiss, wie wir leben, nach welchen Werten, vor allem ich, mein Kind beim Heranwachsen begleiten möchte. Worte, die mich wirklich bewegten. Zuerst zu Unverständnis, grossem Unverständnis, dann zu Ärger und Wut. Ärger über diese Menschen, die nicht fragen, sondern ihre Sicht auf die Dinge einfach sagen. Und wir Mamas sind doch oft verletzliche Wesen, wenn es darum geht, dass man unseren Kindern wohl nicht gerecht werden könnten, im schlimmsten Fall dann vielleicht sogar noch aus eigenem Interesse. Weil man selbst nicht anders kann. Es nicht anders gelernt hat.

Das mag ich nich...

12 May 2017

Eins waren wir, du wurdest in mir, ich wurde mit dir ein neuer Mensch.

Eins waren wir, du warst Teil von mir, ich wurde Teil von dir wie neu geboren.

Zwei wurden wir, du wolltest dich lösen, ich wollte dich lassen, in deine und meine Welt gebären. Zwei werden wir, du wirst dich bergen und lösen, ich werde dich halten und lassen müssen. Immer wieder, bis du erwachsen bist in deinem Leben.

Christiane Brundschuh-Schramm

Und immer wieder lese ich diese Zeilen. Sie begleiten mich nun schon eine Weile. Sie stehen im Erinnerungsbuch meines Sohnes an seine ersten Tage bei uns.

Es ist kein einfaches Thema für mich, wird es immer bleiben. Es gelingt mir mal mehr, mal weniger.

Man sagt, dass das Kind solange es im Mutterleib ist, einem ganz alleine "gehört". Danach darf man es begleiten, aber es gehör...

23 Apr 2017

Und da sitze ich nun an diesem wunderschön sich anfühlenden Sonntagmorgen. Wunderschön weil so sehr gelassen und entspannt. Keine innerliche Unruhe. Kein Ermahnen der eigenen Stimme. Nichts. Nur Sein. Und das gerade ziemlich zufrieden.

Ich sitze mit einem grossen Becher Kaffee am Küchentisch. In meinen zerrissenen Sonntagsleggins, der riesigen Strickjacke, die Haare zu einem einfachen Dutt gebunden. Das Frühstücksgeschirr lasse ich unbeeindruckt vor mir . Ich kann gerade gut darüber hinwegblinzeln. Der Geruch von Pancakes noch immer in der Nase, die Sonne die durch den winzigen Spalt des zurückgeschobenen Vorhanges mein Gesicht streichelt. Und im Hintergrund mein spielendes Kind.

Es könnte mich beunruhigen und mich in meinem Dasein hetzen, das Geschirr, dass da noch abzuräumen ist. Ich es no...

11 Apr 2017

Ohne einen genauen Standort nennen zu können. Ohne da oder dort zu sein. Ohne Zwischenhalt bin ich. Ganz nah bei mir. Mit mir. So ganz allein. Ohne dass ich meine Füsse fortbewegen muss, bleib ich nicht stehen. Ich gehe und trotzdem bin ich. Und das ganz nah bei mir. Mit mir. Nur ich. So ganz allein.

Ohne die Zeit zu meinem zu machen. Ohne dass mein Sein Erwartungen in mir auslöst. Bin ich hier.

Unterwegs. Anfang und Ende und irgendwo dazwischen bin nur ich. Mit mir. Und sonst nichts.

Ich sitze im Zug, bewege mich während den kommenden drei Stunden auf den Geleisen quer durch die Schweiz in Richtung Süden. Dort wo meine Familie schon auf mich wartet. Ich bin unterwegs in einem Abteil in dem ich nur einer mir fremden Sprache lauschen kann, den Schienen, die ab und an in einer scharfen Kurve qu...

2 Apr 2017

Wir standen unter der Dusche im Schwimmbad. Mit dem Rücken zur Wand, den Blick auf das gefüllte Becken vor uns, das bis zum Rande voll war und gelegentlich in kleinen Wellen über das Becken hinüberschwappte. Wir standen da, das Wasser prasselte über uns, das leise Rauschen des Duschkopfes über uns. Stille zwischen uns. Nur die Worte, nur diese einen Worte.

Meine beste Freundin und ich. Meine beste Freundin aus Kindheitstagen, meine beste Freundin. Mein sicherer Hafen. Meine beste Freundin, mit der ich meine Gedanken teile. Meine Sorgen und Ängste, meine Hoffnungen teile und von meinen Träumen erzähle. Eben sie.  

Ich habe mich das zuvor nie gefragt. Keine Sekunde darüber nachgedacht, was dieses kleine liebe Menschlein in mir, in meinem Bauch, unter meinem Herzen mit unserer Freundschaft mach...

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